Die United Nations Alliance of Civilizations und die BMW Group verkünden die Preisträger des Intercultural Innovation Award 2017

  • Mehr als 1.300 Bewerbungen aus 130 Ländern wurden eingereicht. Die zehn Preisträger stammen aus fünf Kontinenten.
  • Im Rahmen der Verleihung verkünden die BMW Group und die United Nations Alliance of Civilizations die Verlängerung der Kooperation um weitere vier Jahre.
  • In diesem Jahr fand die offizielle Verleihung des Intercultural Innovation Award zum ersten Mal im UN-Hauptquartier in New York statt. In einer Videobotschaft begrüßte Amina Mohammed, Stellvertretende Generalsekretärin der Vereinten Nationen, die Fortführung der Partnerschaft und damit das Ziel interkulturellen Dialog und Verständnis weltweit auch zukünftig weiter voranzutreiben.

New York –  In diesem Jahr fand die offizielle Verleihung des Intercultural Innovation Award zum ersten Mal im UN-Hauptquartier in New York statt. Die zehn nominierten Initiativen wurden unter anderem im Beisein von Botschaftern und hochrangigen UN-Vertretern ausgezeichnet.

Amina Mohammed, Stellvertretende Generalsekretärin der Vereinten Nationen, betonte in einer Videobotschaft “2011 verliehen die United Nations Alliance of Civilizations und die BMW Group den Intercultural Innovation Award als Auszeichnung für innovative soziale Projekte zum ersten Mal.“ Sie begrüßte die Fortführung der Partnerschaft: “Es ist essentiell, gemeinnützige Organisationen dabei zu unterstützen, interkulturellen Dialog, Verständnis und gegenseitige Akzeptanz verschiedener Kulturen, Ethnien und Religionsgruppen weltweit voranzutreiben.”

„Diese Preisverleihung ist der erste Schritt eines konstruktiven Prozesses, in dem wir mit der BMW Group zusammenarbeiten, um die Preisträger bei der Weiterentwicklung ihrer Projekte und der Erweiterung ihres Wirkungsradius nachhaltig zu unterstützen“, so Nassir Abdulaziz Al-Nasser, Hoher Repräsentant der UNAOC. „Eines der Hauptanliegen der UNAOC ist die Unterstützung von Basisinitiativen, die sich nachhaltig für die Förderung von interkulturellem Dialog und Verständnis einsetzen. Mit dem Intercultural Innovation Award und unserer Zusammenarbeit mit der BMW Group unterstützen wir Initiativen, die sich auf bislang nie dagewesene Art und Weise solcher Themen annehmen. Wir können mit Stolz auf die positive Entwicklung dieser Partnerschaft zwischen Privatwirtschaft, Zivilgesellschaften und der UNAOC zurückblicken und werden auch in Zukunft unverändert an der Kooperation festhalten, um unser oberstes Ziel, integrative Gesellschaften aufzubauen, zu erreichen.“

Ein Jahr lang erhalten die ausgewählten Projekte umfassende beratende Unterstützung von der BMW Group und der UNAOC. Zusätzlich zu einem Preisgeld und einer erhöhten Visibilität haben die Preisträger die Möglichkeit, an diversen Schulungsaktivitäten teilzunehmen und Teil des exklusiven Netzwerks der „Intercultural Leaders“ zu werden. Eine Plattform für den Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen zivilgesellschaftlichen Organisationen und jungen Führungskräften. Dieses Kollaborationsmodell zwischen der UNAOC und der Privatwirtschaft hat weitreichenden Einfluss, da beide Seiten ihr jeweiliges Fachwissen zur Verfügung stellen, um die nachhaltige Weiterentwicklung aller Projekte zu gewährleisten.

„Wir sind in mehr als 140 Ländern aktiv und haben Partner in allen Teilen der Welt. Interkultureller Dialog ist Kernbestandteil unseres täglichen Handels und unserer Unternehmensidentität. Der Intercultural Innovation Award, der Anfang 2011 im Rahmen der Zusammenarbeit der BMW Group und der UNAOC ins Leben gerufen wurde, ist für uns ein wichtiger Meilenstein“, betonte Bill McAndrews, Leiter Konzernkommunikationsstrategie, Unternehmens- und Marktkommunikation BMW Group. „Sechs Jahre später, mit bislang 51 Preisträgern und insgesamt mehr als 1,2 Millionen Begünstigten, fühlen wir uns mehr denn je verpflichtet, soziale Wegbereiter in aller Welt zu unterstützen. Wir sind stolz, heute verkünden zu können, dass wir unsere Zusammenarbeit mit der UNAOC um weitere vier Jahre verlängern werden. Wir freuen uns darauf, diese starke Partnerschaft weiter zu intensivieren und auch in Zukunft Basisinitiativen gemeinsam bei einer erfolgreichen Entwicklung zu unterstützen.“

Mit dem ersten Platz wurde in diesem Jahr die Pakistan Youth Alliance für ihr Projekt „Peace Rickshaws“ ausgezeichnet. Autorikschas dienen ihnen dabei als Leinwand, um Botschaften für mehr Toleranz und religionsübergreifendes Verständnis im Pop-Art-Stil zu verkünden und die Menschen auf der Straße zu einem friedvollen Dialog anzuregen. Das Projekt wurde in Karachi, der bevölkerungsreichsten Stadt Pakistans, erfolgreich umgesetzt und soll nun auch in Lahore implementiert werden.

Alle Finalisten des Intercultural Innovation Award in der Reihenfolge der Platzierung:

2. Platz: Etijah (Ägypten) – Safarni

Safarni konzipiert und begleitet „Simulated Travel Adventures“ für Kinder, die praktisch keinerlei Zugang zu kultureller Vielfalt haben und gibt ihnen die Möglichkeit, andere Kulturen kennenzulernen und neue Kontakte zu knüpfen. Diese  „simulierten Reiseabenteuer“ dauern jeweils acht Wochen; in dieser Zeit können die Kinder mit Menschen aus aller Welt spielen, tanzen, essen und interagieren.

3. Platz: Community Relations in Schools – Die Pflege nachbarschaftlicher Beziehungen in Schulen (Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland) – Buddy Up!

‘Buddy Up!’ („Schließ dich uns an!“) ist ein generationenübergreifendes, schulisches Friedensförderungsprogramm in einer der immer noch zutiefst gespaltenen Regionen Nordirlands. Das Projekt unterstützt eine Partnerschaft zwischen einer protestantischen und einer katholischen Schule und richtet sich an drei- bis vierjährige Kinder sowie deren Eltern und Familien.

4. Platz: Universidad Regional Amazónica Ikiam (Ecuador) – Awakkuna

 Im Rahmen dieses Projekts werden in den indigenen Gemeinschaften Strickclubs gegründet, um wissenschaftlich und kulturell bedeutsame Tiere aus dem Amazonasgebiet als Kuscheltiere lebendig werden zu lassen. Auf diese Weise werden kulturelles Wissen und wissenschaftliche Kenntnisse weitergegeben mit dem Ziel, mehr Verständnis für indigene Gemeinschaften und deren natürlichen Lebensraum zu wecken.

5. Platz: Interfaith Mediation Center – Konfessionsübergreifendes Vermittlungszentrum (Nigeria) – Schlichtung des Konflikts zwischen Nomaden und Bauern in Nigeria

Der Konflikt zwischen Nomaden und Bauern hat mittlerweile starke ethnoreligiöse Ausmaße angenommen, die eine Einbindung von muslimischen und christlichen Glaubensführern erforderlich machen, um den interkulturellen Dialog anzustoßen und zu begleiten. Das Projekt schafft eine positive Grundlage, die durch die interkulturelle Zusammenarbeit nicht nur zu einer besseren Lebensgrundlage sondern auch zur Stärkung der ländlichen Wirtschaft beiträgt.

Alle weiteren Preisträger, die mit einer „Honorable Mention“ ausgezeichnet wurden, werden nachfolgend in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet: 

Encontrarse en la Diversidad (Argentinien) – Encontrarse en la Diversidad (Treffen in Vielfalt)

Encontrarse en la Diversidad wurde als Reaktion auf das mangelnde Bewusstsein für Diskriminierung in Argentinien ins Leben gerufen. Ziel ist es, Strukturen aufzubauen, die eine effektive Aufklärung über diese Themen erreichen. Dazu werden vor allem Teenager und junge Erwachsene mithilfe von Methoden eingebunden, die ihre persönlichen Empfindungen ansprechen.

Games for Peace – Spiele für den Frieden (Israel) – Play2Talk

Play2Talk hat sich den Abbau von Klischees und den Aufbau von Toleranz bei Kindern in Israel mittels Online-Videospielen zum Ziel gesetzt. Zu diesem Zweck werden auf wöchentlicher Basis vertrauensbildende virtuelle Begegnungen unter Einsatz des Multiplayer-Videospiels Minecraft organisiert. Im Laufe des Projekts stehen sich die Teilnehmer dann auch bei einer persönlichen Begegnung von Angesicht zu Angesicht gegenüber.

Media Focus on Africa Uganda – Im Medienfokus: Afrika / Uganda (Uganda) – Yat Madit: Das Crossroads Project

Das Crossroads Project fördert alternative Wege der Konfliktlösung zwischen Gemeinden im Norden und Nordosten Ugandas. Die TV- und Hörspielserie Yat Madit wurde von der Organisation konzipiert und produziert und basiert auf  wahren Begebenheiten aus der Region. Im Anschluss an die landesweite Ausstrahlung der Serie finden kulturübergreifende Gesprächsrunden statt. 

Te Kaihau Education Trust (Neuseeland) – Global Enterprise Experience

 Die Global Enterprise Experience sieht die Motivation für ihr Projekt darin, zukünftige globale Führungskräfte hervorzubringen, die qualifiziert sind, ihre Aufgaben über kulturelle und nationale Grenzen hinweg wahrzunehmen – trotz oftmals diverser Weltanschauungen. Im Rahmen des Projekts werden multinationale Teams gebildet, die sich aus jeweils acht Studenten zusammensetzen. Die Studenten arbeiten online zusammen und entwickeln gemeinsam Geschäftskonzepte für profitable Produkte und Dienstleistungen, die zur Stärkung des sozialen Wohlergehens beitragen. 

Young Leaders Entrepreneurs – Junge Führungskräfte und Unternehmer(Tunesien) – The Tunisia Venture Bus

 Der Tunisia Venture Bus ist eine spezielle Anfertigung, die kreuz und quer durch das Land fährt. Ziel ist es, benachteiligten Jugendlichen aus entlegenen Landesteilen Friedenserziehung und Unternehmergeist näherzubringen. Der Bus bietet gerade für Jugendliche, die einen Hang zum Extremismus haben, eine Chance, indem er ihnen Möglichkeiten aufzeigt, selbst unternehmerisch tätig zu werden und eigene Projekte zu starten.

BMW

Author: Mobile-Magazin

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