Audi Autonomous Driving Cup 2017: Selbständig und intelligent durch den Parcours

Acht Hochschulen schicken selbstfahrende Miniaturautos ins Rennen

  • Audi Q2 im Maßstab 1:8 mit neuer Sensorik
  • Künstliche Intelligenz erstmals Schwerpunkt der Open Challenge

Beim Audi Autonomous Driving Cup 2017 kämpfen acht Hochschul-Teams aus Deutschland um die Podestplätze. Am 15. und 16. November wird der Wettbewerb zum dritten Mal im museum mobile des Audi Forum Ingolstadt ausgetragen. Das Gewinnerteam erhält 10.000 Euro Preisgeld.

Audi ist auf dem Weg zum autonom fahrenden Auto. Beim Audi Autonomous Driving Cup stehen selbstfahrende Autos bereits seit 2015 im Mittelpunkt – jedoch im Maßstab 1:8. Der Hochschul-Wettbewerb richtet sich an Nachwuchstalente aus den Disziplinen Robotik, Data Science, Software-Architektur, Künstliche Intelligenz (KI) und Cloud Computing.

In 2017 fahren beim Cup elektrisch angetriebene Hightech-Modellautos. Ausgestattet sind sie mit Ultraschallsensoren, 3D-Kamera, Rückfahrkamera und einer leistungsstarken NVIDIA-Grafikkarte. „Der Aufbau von Sensorik und Zentralrechner unter der Modellauto-Karosserie entspricht im Prinzip dem eines Serienautos“, beschreibt Dr. Florian Knabl das Zusammenspiel der Technik. Er ist Leiter Software-Entwicklungstools und -methoden bei der Audi Electronics Venture GmbH und Schirmherr der Veranstaltung. Mit den Sensoren und einer von den Studenten-Teams selbst entwickelten Software, die auf einer von Audi bereitgestellten Basisfunktionalität aufbaut, sollen die Modellautos autonom, regelkonform, zügig und sicher fahren.

Den Hightech-Modellautos dient als Hauptsensor eine Weitwinkel-Kamera mit einem größeren Erfassungsbereich als bisher. Die Informationen der zusätzlichen 3D-Front-Kamera ähneln denen eines Laserscanners, wie er im neuen Audi A8 eingesetzt wird. Ebenfalls neu ist eine Kamera am Heck, die noch präzisere Rückwärts-Fahrmanöver als bisher ermöglicht. Hinzu kommen zehn Ultraschall-Sensoren, von denen fünf nach vorne, drei nach hinten und jeweils einer zur Seite gerichtet sind. Ihr Erfassungsbereich von zwei Zentimetern bis vier Metern erlaubt es, die Umgebungssituation auch bei schneller Fahrt genau zu erkennen. Ein Neun-Achsen-Beschleunigungssensor registriert Richtungsänderungen und sendet sie in Echtzeit an den zentralen Bordrechner mit schnellem Vierkern-Prozessor. Als Entwicklungsplattform kommt ein Standard-Tool zum Einsatz, das auch bei der Entwicklung von Serienautos genutzt wird: „Automotive Data and Timetriggered Framework“, kurz: ADTF.

Auf dem Parcours müssen die Hightech-Modellautos  Hindernissen selbstständig ausweichen, Kreuzungen mit Querverkehr  unfallfrei meistern und dem vorausfahrenden Verkehr in sicherem Abstand folgen. Knifflige Verkehrssituationen müssen erstmals auch mit selbstlernenden Algorithmen gelöst werden. Dazu gehört zum Beispiel, dass das Auto Fußgänger und deren Absicht, die Straße zu queren, selbständig erkennt und entsprechend agiert. Beim Umgang mit Verkehrszeichen gibt es in diesem Jahr eine Neuerung: Temporäre Wechselverkehrszeichen müssen erkannt und in Echtzeit mit dem von HERE bereitgestellten digitalen Kartenmaterial abgeglichen werden. HERE ist eines der führenden Software-Unternehmen für digitale Navigationskarten und ortsbasierte Dienste.

Der Sieger des Audi Autonomous Driving Cup 2017 wird in drei Schritten ermittelt. Im Pflichtteil müssen die Modellautos Fahraufgaben auf einem Parcours autonom lösen. Anschließend präsentieren die Teilnehmer ihre technischen Entwicklungen im Vortrag. Dritter und letzter Bestandteil ist schließlich die sogenannte Open Challenge: Hier lassen die Teams ihr Fahrzeug eine selbstgestellte Aufgabe möglichst kreativ lösen – in diesem Jahr erstmalig mit Künstlicher Intelligenz (KI). Im Finale treten die drei besten Teams aus Parcours, Vortrag und Open Challenge gegeneinander an. Sie müssen unbekannte Fahraufgaben möglichst fehlerfrei absolvieren. Das Hochschul-Team mit den meisten Punkten erhält 10.000 Euro, das zweitplatzierte 5.000 Euro und das drittplatzierte 1.000 Euro.

Nach einem Testevent im Oktober 2017 haben folgende acht Teams den Einzug ins Finale geschafft:

  • Universität Augsburg: UniAutonom
  • Universität Bremen: Carleone
  • Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg / Technische Hochschule Nürnberg: FAUtonOHM
  • Albert-Ludwigs-Universität Freiburg: FrAIburg
  • Technische Hochschule Ingolstadt : leTHit drive
  • Technische Universität Ilmenau: AFILSOP
  • Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig: HTWK Smart Driving
  • Hochschule Offenburg: TACO

Beim Audi Autonomous Driving Cup knüpfen die Studenten erste Kontakte zu Audi als potenzieller Arbeitgeber. Einstiegschancen bieten sich beispielsweise über Praktika, Doktoranden- oder Trainee-Programme. Im zwölfmonatigen internationalen Audi-Trainee-Programm betreuen die Teilnehmer Projekte in unterschiedlichen Bereichen und bauen so ein umfassendes Netzwerk auf. Absolventen und Young Professionals können sich zudem für das zweijährige, intensive Fachtrainee-Programm bewerben.

Die Audi Electronics Venture GmbH (AEV), eine 100-prozentige Audi-Tochter, organisiert den Audi Autonomous Driving Cup bereits zum dritten Mal. Weltweit identifiziert die Audi-Tochter innovative Technologien, beteiligt sich an Start-Ups und kooperiert mit Unternehmen aus anderen Branchen. Sie ist Innovationstreiber und Ideenschmiede für neue Funktionen und Software in der Elektronikentwicklung.

Am 16. November 2017 sind Besucher des Audi Forums herzlich eingeladen, ab 9 Uhr das öffentliche Finale zu verfolgen. Den  Medienvertretern stehen fachkundige Gesprächspartner zur Verfügung.

Detaillierte Informationen gibt es unter: www.audi-autonomous-driving-cup.com

Author: Mobile-Magazin

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