Schlagbauer: „Neustart braucht mehr Schub“

Auf der dritten Betriebsversammlung des Jahres hat Jörg Schlagbauer die Betriebsratsforderung nach einem Neustart bekräftigt.

Audi e-tron

Von links nach rechts: Peter Mosch, Gesamtbetriebsratsvorsitzender der AUDI AG, Rita Beck, Stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Ingolstadt, Bram Schot, Kommissarischer Vorsitzender des Vorstands der AUDI AG, Wendelin Göbel, Mitglied des Vorstands der AUDI AG Personal und Organisation, Peter Kössler, Mitglied des Vorstands der AUDI AG Produktion und Logistik und Jörg Schlagbauer, Stellvertretender Betriebsratsvorsitzender Ingolstadt.

  • Dritte Betriebsversammlung 2018 im Werk Ingolstad
  • Jörg Schlagbauer, Vorsitzender der IG Metall Vertrauenskörperleitung und stellvertretender Betriebsratsvorsitzender: „Audi muss sich fit für die Zukunft machen“
  • Audi-Produktionsvorstand Peter Kössler: „Mannschaft kann trotz herausfordernder Zeiten zuversichtlich in die Zukunft blicken.“

Betriebsrat sieht weiterhin Handlungsbedarf: Auf der dritten Betriebsversammlung des Jahres hat der Vorsitzende der IG Metall Vertrauenskörperleitung und stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Jörg Schlagbauer die Betriebsratsforderung nach einem Neustart bekräftigt. Audi müsse jetzt handeln – gerade bei der Unternehmenskultur sieht der Audi Betriebsrat weiter Veränderungsbedarf.

„Die letzten Jahre waren nicht einfach für uns Audianer“, betonte Schlagbauer gleich zu Beginn seiner Rede. Deshalb sei es umso wichtiger, dem Veränderungsprozess nun mehr Schub zu verleihen. Er rief die Beschäftigten auf: „Habt den Mut, für eure Überzeugungen zu kämpfen. Beteiligt euch, denn gemeinsam können wir den Wandel schaffen.“

Nach Einschätzung des stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden müsse sich das Unternehmen fit für die Zukunft machen. „Audi muss wieder ein Unternehmen werden, das verstärkt von Ideen, Visionen, Kreativität und einer Anpackmentalität geführt wird“, so Schlagbauer. Dazu benötigten die Audianer Freiheit, mehr Selbstverantwortung und Kollegialität.

Zudem brauche Audi nach Auffassung des Betriebsrats eine Weiterentwicklung der Personalstrategie. „Den Audianern an Bord müssen mehr Möglichkeiten geboten werden, sich weiterzuentwickeln und ihre Fähigkeiten einzusetzen – nur dann können wir die Transformation erfolgreich meistern. Dazu müssen wir auch endlich mit dem Bereichsdenken aufhören“, hob Schlagbauer hervor.

Werte wie Offenheit, Ehrlichkeit und Transparenz hätten dabei Priorität für den Betriebsrat. Schlagbauers Resümee: „Wir müssen das Audi Gen wieder neu beleben.“

Darüber hinaus hatte der Betriebsrat auch einen Meilenstein für die Beschäftigten zu verkünden: Die betriebliche Umsetzung der im Februar verhandelten IG Metall Tarifverträge „Verkürzte Vollzeit“ und „Tarifliches Zusatzgeld“ steht fest.

„Die innovativen Tarifverträge der IG Metall bieten uns eine hervorragende Grundlage, um die Arbeitszeitsouveränität und –flexibilität der Mitarbeiter bei Audi noch besser in Einklang zu bringen. Ein erster Schritt mit erheblichen Verbesserungen ist uns bei den schwierigen Gesprächen zur Umsetzung bei Audi jetzt gelungen“, sagte Jörg Schlagbauer.

Ein realistisches Bild der aktuellen Unternehmenssituation zeichnete Peter Kössler, Vorstand für Produktion und Logistik. Der neue EU-Abgasprüfzyklus WLTP und so viele Anläufe wie nie zuvor stellten Audi aktuell vor große Herausforderungen, so Kössler. „Dennoch kann unsere Mannschaft zuversichtlich in die Zukunft blicken: Unser vollelektrischer Audi e-tron feierte vor einer Woche Weltpremiere. Er ist ein großer Schritt in die Zukunft unserer Mobilität“, so Kössler. Er betonte zudem, wie wichtig ihm ein transparentes und wertschätzendes Miteinander sowie eine offene Fehlerkultur seien. „Bei Audi zählt der Beitrag eines jeden Einzelnen.“

 

Author: Mobile-Magazin

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